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Barbara Mucha und die Mucha-Administration

Shoppingcenter Performance Report Österreich 2026

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den stationären Handel in Österreich bleiben herausfordernd. Zwar planen Filialisten auch weiterhin mehr Geschäftseröffnungen als Schließungen, die Expansionsdynamik hat sich gegenüber dem Vorjahr jedoch wieder abgeschwächt. Hauptursache sind aus Sicht der Händler die hohen Standortkosten. Während die Mieten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, hält die Umsatzentwicklung vielerorts nicht Schritt. Das zeigt der aktuelle Shoppingcenter Performance Report Österreich 2026 (SCPROE) des Handelsimmobilienspezialisten ecostra, der gemeinsam mit dem Handelsverband präsentiert wird.

Die Studie macht deutlich, dass der wirtschaftliche Druck auf viele Handelsunternehmen hoch bleibt. Steigende Miet- und Nebenkosten sind derzeit das Thema Nr. 1 bei Betreibern von Shops. Wenn Standortkosten dauerhaft stärker steigen als die Umsätze, schmälert das den Spielraum für Investitionen und Expansion“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen Handelsverbands.

Mietkosten als größte Herausforderung für stationäre Händler

Die Ergebnisse zeigen: Steigende Mietkosten durch Indexmieten bleiben aus Sicht der Handelsunternehmen die größte Herausforderung (1,40 auf einer Skala von 1 bis 5), gefolgt von den gestiegenen Mietnebenkosten (1,76). Mit einigem Abstand dahinter liegen Konsumzurückhaltung (2,23) und die in Shoppingzentren verpflichtend einzuhaltenden Kernöffnungszeiten auch zu den frequenzarmen Randzeiten (2,34). Gleichzeitig hat sich das Verhältnis zwischen Umsatz und Standortkosten innerhalb der vergangenen drei Jahre über sämtliche Standortkategorien hinweg verschlechtert, also nicht nur bei Shoppingzentren, sondern auch in innerstädtischen Geschäftsstraßen oder in Streulagen.

In der Folge sprechen sich fast zwei von drei Befragten für die Einführung eines gesetzlichen Rahmens zur Indexierung der Mieten in gewerblichen Mietverträgen aus. Gleichzeitig wünschen sich viele Händler flexiblere Mietmodelle und eine stärkere Unterstützung durch das Centermanagement bei Frequenzanalysen und frequenzsteigernden Maßnahmen.

Die markanteste Veränderung ist die weitere Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit vieler Standorte. Während die Kosten weiter steigen, verliert die Expansion der Filialisten wieder an Dynamik. Gleichzeitig beobachten wir, dass sich die unterschiedlichen Standortformate bei den Expansionspräferenzen annähern. Die innerstädtische Geschäftsstraße bleibt zwar die erste Wahl für Neueröffnungen, ihr Vorsprung gegenüber Shoppingcentern und Fachmarktzentren ist aber kleiner geworden“, erläutert Dr. Joachim Will, Geschäftsführer von ecostra.

Expansion verliert wieder an Dynamik

Nach einem leichten Aufwärtstrend im Vorjahr planen die befragten Handelsunternehmen im Durchschnitt wieder weniger Neueröffnungen und gleichzeitig etwas mehr Schließungen. Der Ausbau der Filialnetze fällt damit deutlich verhaltener aus als noch 2025. Geplanten 2,5 Neueröffnungen stehen pro Filialist durchschnittlich ca. 1,8 Geschäftsschließungen gegenüber.

Innerstädtische Geschäftsstraßen bleiben zwar der bevorzugte Expansionsstandort, verlieren jedoch spürbar an Vorsprung. Shoppingcenter – insbesondere solche auf der Grünen Wiese – konnten zuletzt wieder an Attraktivität gewinnen. Insgesamt liegen die verschiedenen Standortformate heute deutlich näher beieinander als noch im Vorjahr.

Die Studie zeigt, dass erfolgreiche Handelsstandorte heute mehr denn je durch ihre Wirtschaftlichkeit überzeugen müssen. Gute Erreichbarkeit, ein attraktiver Branchenmix und partnerschaftliche Mietmodelle werden zunehmend zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren – davon profitieren Händler, Betreiber und letztlich auch die Konsumentinnen und Konsumenten“, so Handelssprecher Rainer Will.

Handelsflächenforum: Die erfolgreichsten Centerbetreiber und Händler kommen zusammen

Die vollständigen Ergebnisse des Shoppingcenter Performance Report Österreich 2026 werden beim Handelsflächenforum 2026 präsentiert, dem wichtigsten Branchentreffpunkt für Handelsimmobilien, Standortentwicklung und Expansion in Österreich.

Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die Awards of Excellence 2026 für die aus Mietersicht besten Shopping Malls & Fachmarktzentren des Landes verliehen. Diese haben sich als Benchmark für die erfolgreichsten Handelsstandorte Österreichs etabliert.

Die Awards machen sichtbar, welche Center ihre Mieter mit hoher Standortqualität, professionellem Management und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit überzeugen. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten liefern diese Best-Practice-Beispiele wertvolle Impulse für die gesamte Branche“, sagt Dr. Joachim Will als Initiator dieser Auszeichnung.

Mit dem Handelsflächenforum bringen wir Handel, Handelsimmobilienwirtschaft und Standortentwickler an einen Tisch. Der Austausch über erfolgreiche Konzepte und die Auszeichnung der besten Handelsstandorte Österreichs sind ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandorts“, betont Handelsverbands-Geschäftsführer Rainer Will abschließend.

Das Handelsflächenforum 2026 findet am 17. September 2026 im Reaktor in Wien statt und versammelt führende Vertreter:innen aus Handel, Handelsimmobilienwirtschaft, Expansion, Centermanagement und Standortentwicklung. Alle weiteren Details zur Veranstaltung finden Sie hier.

Foto: Shutterstock/Photo OZ

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